Beschaffung, Einkauf, Produktionsverlagerung, Outsourcing

Ein beträchtlicher Anteil der Investitionsgüter-Marktforschung ist auf die Beschaffungsmärkte gerichtet. Bei Zulieferteilen, Investitionsgütern und im Ersatzteilgeschäft steht oft die Frage “wer liefert was?” im Raum – es geht um neue Lieferquellen, die Erstellung von Lieferanten-Profilen (Profiling), letztlich die Identifikation, Bewertung und Vorauswahl preiswerter, zuverlässiger und schneller Lieferanten.

Oft geht es auch darum, die Preisstellungen der bestehenden Lieferanten einmal neutral überprüfen zu lassen, etwa durch anonyme Preisanfragen.

Ein weiteres internationales Thema ist die Produktionsverlagerung an eigene neue Standorte. Eine solche Standortwahl stellt eine multikriterielle Optimierungsaufgabe dar, die sorgfältig entschieden werden muß.

Die Ausgliederung wiederum an externe Lieferanten, also verlängerte Werkbank und Make-or-Buy, hat nicht immer nur Kostengründe; auch Qualität, Kapazität, Innovationskraft, Flexibilität, Risikoreduzierung spielen eine gewichtige Rolle.

Umgekehrt kennen wir Fälle, in denen aus strategischen Gründen, z.B. Know-how-Abschirmung, oder aus Qualitätsgründen Produktionen aus internationalen Märkten wieder ins eigene Unternehmen zurückgeholt wurden.
Outsourcing – als Teil der Lean-Konzeption – stellt dagegen im Ursprung ein strategisches Konzept dar, sich auf das eigene Kerngeschäft zu konzentrieren, die Unternehmenskomplexität zu reduzieren und durch Teilverkäufe des Nicht-Kerngeschäfts die “Kriegskasse” für das Kerngeschäft zu füllen.